Übernachten im WaldlagerIm Schwäbisch-Fränkischen Wald kann man von Trekking-Camp zu Trekking-Camp wandern. Wie schläft es sich mitten im Wald?
Wir haben das „Mikroabenteuer“ im Limes Camp Castra Silva gewagt.
Mikroabenteuer in Murrhardt
Wir haben Glück mit dem Wetter: Die Sonne scheint, nachts sinkt die Temperatur gerade einmal auf angenehme 16 Grad.
Die Camps
Da wir die Einzigen sind, die an diesem Tag im „Limes Camp Castra Silva“ bei Murrhardt übernachten, können wir uns sogar aussuchen, auf welchem der drei dick mit Holzhackschnitzel bedeckten Zeltplätze wir unser Lager aufschlagen möchten.
Der Lagerplatz
Aber wie sind wir eigentlich hierher gekommen?
Die Buchung
Einen Stellplatz à 15 Euro die Nacht kann man von 1. Mai bis 31. Oktober unter t1p.de/ve195 buchen.
Immer mehr Buchungen
Obwohl die Buchungen gerne noch steigen könnten, betont er, dass der Naturpark natürlich auch keinen Massentourismus will. „Ziel ist es, die Menschen zum Trekking zu animieren.“
Die Rückmeldungen seien positiv. Das erfahre das Naturpark-Team entweder per Mail oder später über Videos von Influencern auf Youtube oder Instagram.
Gäste aus dem In- und Ausland
Aber auch ausländische Gäste besuchen die Camps. Ein Großteil nutzt sie zum Trekken: Die meisten bleiben eine Nacht in einem Camp und ziehen dann ins nächstgelegene weiter.
Wie kommt man zum Camp?
Mit der Bestätigung werden auch die Koordinaten zugeschickt. Der nächstgelegene Parkplatz befindet sich weniger als zehn Minuten von unserem Camp entfernt. Wir folgen unserer Onlinekarte, verlaufen ist quasi unmöglich.
Tolle Ausblicke
Die Wanderwege durch den Wald sind abwechslungsreich: Es geht über breite Schotterwege, aber auch entlang enger Pfade und durch hohes Gras.
Welche Ausrüstung braucht man?
Herausforderungen
Eine Lektion: Bevor man sich zum Zelten aufmacht, sollte man die Ausrüstung noch mal gut kontrollieren.
Wie verpflegen wir uns?
In der großen Holztruhe am Rand des Camps finden wir Holzscheite in verschiedenen Größen, dazu Kaminanzünder aus Holzwolle.
Feuer machen
Am Abend wird gegrillt
Salz und Pfeffer haben wir dabei, genauso wie Besteck, Teller und Tassen.
Marshmallows als Nachtisch
Die Toilette
Einstreu nach dem Klogang
Wie läuft die Übernachtung?
Überraschung im Schlafsack
Rascheln im Unterholz
Wir brauchen trotzdem beide eine Weile, bis wir in der ungewohnten Umgebung einschlafen. Bis um 8 Uhr bleiben wir dafür im Zelt liegen.
Die Umgebung erkunden
Noch vor dem Frühstück brechen wir zu einer von insgesamt drei Limes-Turm-Ruinen in der Nähe auf. Als stilles Zeugnis vergangener Zeiten ragt sie zwischen den Bäumen auf. Um 8.45 Uhr haben wir diesen speziellen Ort ganz für uns.
Nur die aufgewühlte Erde zeigt uns, dass wir die Nacht doch nicht ganz allein im Wald verbracht haben: Die Spuren der Wildschweine sind noch frisch.
Frühstück im Waldlager
Schnell kocht das Wasser für den frischen Kaffee, dazu gibt es Joghurt mit Müsli und Kreuzworträtsel.
Unser Fazit
Gepflegt werden die Lager von den Gemeinden, auf deren Gemarkung sie liegen. „Mindestens einmal pro Woche schaut jemand nach dem Rechten“, sagt Pleißner. Dabei wird etwa das Holz aufgefüllt oder es werden Schäden repariert. Letztere gab es bisher aber kaum. Auch mit Müll gebe es fast keine Probleme. „Die Zielgruppe ist da schon sehr sensibilisiert.“
Unser Fazit nach einer Nacht im Wald: Das war vermutlich nicht unser letztes Mikroabenteuer.