BKZ an Bord Die Redaktion nimmt an der 36. Juze-Murr-Regatta teil
Die Idee
Die Idee
Zustande gekommen ist das BKZ-Boot damals allerdings nicht. Auch nicht in den vielen darauffolgenden Jahren, in denen immer wieder Kollegen sagten: „Da könnten wir auch mal mitmachen.“
Doch dieses Jahr ist alles anders. Unter dem Motto "BKZ an Bord" machen wir unser Vorhaben von Anfang an öffentlich. Ein Rückzieher ist somit ausgeschlossen.
Tipps vom Profi
„Wichtig ist die Frage: Welchen Tiefgang möchte man haben?“, sagt er. Denn in trockenen Sommern hat die Murr wenig Wasser. Wer das nicht bedenke, müsse sein Boot im Zweifelsfall oft tragen.
Surfbretter sind schnell, Schläuche von Lkw-Reifen bieten einen guten Unterbau für eine Konstruktion, außerdem gut geeignet seien Kanister oder Wasserrohre. Hingegen rät Sven Richter von Styropor ab – aus Umweltschutzgründen.
Weitere Tipps des Profis: Tragegriffe, bequeme Sitze und immer Panzertape zur Hand!
Der Bau
Das Material wird gesichtet
Darunter: Schläuche von Traktorreifen, ein leeres Plastikfass, diverse Kanister, ein Surfbrett, übrige Sockelleisten, ein ausrangierter Kindersitz und Holzpaletten in Hülle und Fülle.
Nun steht die Redaktion einzig vor der Frage: Was machen wir daraus? Als „Mischung aus Tatendrang und absoluter Ahnungslosigkeit“ beschreibt Redakteurin Kristin Doberer den naiven Idealismus, mit dem sich das Team Bootsbau der Redaktion an die Arbeit macht.
Ran an das Boot
Waren manche der Teammitglieder anfangs noch skeptisch, so macht sich am Bautag schnell der Arbeitseifer bemerkbar. Erst werden reihenweise Holzleisten zurechtgesägt, dann passend miteinander verschraubt. Das fehlende handwerkliche Geschick, das manche bei sich selbst ausgemacht haben wollen, setzt sich nicht durch. Die absolute Ahnungslosigkeit tritt immer mehr in der Hintergrund. Nach langen Wochen der Diskussion tut sich endlich etwas und in wenigen Stunden nimmt das BKZ-Boot Gestalt an.
Ein weiteres Treffen gilt der Dekoration des schwimmenden Untersatzes, schließlich soll das Boot ja auch optisch etwas hermachen.
Der erste Test
Aber schwimmt es auch wirklich? Bieten Reifen und Kanister tatsächlich genug Auftrieb? Das möchten wir genau wissen und machen wenige Tage vor dem Event einen kleinen Testlauf in der Murr. Den Anfang machen Kristin Doberer und Lorena Greppo – und sind begeistert.
Das Ergebnis der intensiven Vorarbeit: ein wunderbar schwimmender Untersatz und viel Selbstverstrauen für die 36. Juze Murr-Regatta am 8. Juli 2023. Nur ein Bootsname muss noch her. Dafür ist Redaktionsleiter Kornelius Fritz zuständig.
Die Bootstaufe
Die Murr-Regatta
Vorfreude am Start
Wir sind gespannt und freuen uns. Gleich geht es los!
Leinen los und ab in die Fluten
Mal ganz entspannt, mal mit viel Paddelleistung, mal schiebend, mal schwimmend folgen wir der Murr. Wir kommen mit vielen Leuten ins Gespräch, alle helfen sich gegenseitig – das Unterwegssein macht richtig viel Spaß!
Doch wie für viele Boote bleibt auch für „Schwimmend BKZ“ eine Havarie nicht aus, die Crew folgt diszipliniert dem Motto „alle Mann von Bord“. Aber mal ehrlich: Nass zu werden gehört zur Murr-Regatta einfach dazu. Ganz trocken schafft es keiner durch die Ziellinie.
Die Konkurrenz
Hinter dem Wehr am Willy-Brandt-Platz an der Tesat-Kurve kann das leichte BKZ-Boot gegenüber den schwereren „Murrgrafen“ noch einmal seine Trümpfe ausspielen: Die Redaktionscrew gibt alles und überholt das Boot der Stadt auf den letzten Metern. Das schier unglaubliche Ergebnis: Sowohl die „Murrgrafen“ als auch „Schwimmend BKZ“ erreichen nach exakt drei Stunden und 55 Minuten das Juze.
Credits
Credits
Redaktion: Carolin Aichholz, Kristin Doberer, Kornelius Fritz, Lorena Greppo, Melanie Maier, Kai Wieland