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BKZ an Bord bei der Murr-Regatta

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Die Idee

Die Idee ist in der BKZ nicht neu. Im Gegenteil: Als in der Redaktion darüber gesprochen wird, an der Murr-Regatta teilzunehmen, sucht ein Kollege gar eine E-Mail aus dem Jahr 2007 heraus. Betreff: Murr-Regatta. Inhalt: ein Aufruf, dass alle aus dem Betrieb, die mitmachen möchten, sich in eine Liste eintragen sollen. 

Zustande gekommen ist das BKZ-Boot damals allerdings nicht. Auch nicht in den vielen darauffolgenden Jahren, in denen immer wieder Kollegen sagten: „Da könnten wir auch mal mitmachen.“

Doch dieses Jahr ist alles anders. Unter dem Motto "BKZ an Bord" machen wir unser Vorhaben von Anfang an öffentlich. Ein Rückzieher ist somit ausgeschlossen.

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Doch was für ein Boot möchten wir überhaupt bauen?

Wer schon mal bei einer Murr-Regatta zugeschaut hat, weiß: Die Möglichkeiten der Konstruktion sind beinahe grenzenlos. Wie sollen wir uns da nur für den richtigen Bootstyp entscheiden?

Schnell ist klar: Rat muss her, und zwar am besten von einem Profi!
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Impressionen aus dem Vorjahr

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Sven Richter ist der Autor des Bootsbaubüchles, das 2015 anlässlich der 30. Juze Murr-Regatta herausgegeben wurde. Er hat selbst oft an dem Spaßbootrennen teilgenommen und erklärt sich bereit, uns Tipps zu geben.

„Wichtig ist die Frage: Welchen Tiefgang möchte man haben?“, sagt er. Denn in trockenen Sommern hat die Murr wenig Wasser. Wer das nicht bedenke, müsse sein Boot im Zweifelsfall oft tragen.

Surfbretter sind schnell, Schläuche von Lkw-Reifen bieten einen guten Unterbau für eine Konstruktion, außerdem gut geeignet seien Kanister oder Wasserrohre. Hingegen rät Sven Richter von Styropor ab – aus Umweltschutzgründen.

Weitere Tipps des Profis: Tragegriffe, bequeme Sitze und immer Panzertape zur Hand!

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Der Bau

Ein Aufruf unter unserer Leserschaft, eine Nachfrage auf dem Bauernhof der Familie Doberer und ein Blick in den Fundus der BKZ-Druckerei hat so einiges an Material zutage gebracht.

Darunter: Schläuche von Traktorreifen, ein leeres Plastikfass, diverse Kanister, ein Surfbrett, übrige Sockelleisten, ein ausrangierter Kindersitz und Holzpaletten in Hülle und Fülle.

Nun steht die Redaktion einzig vor der Frage: Was machen wir daraus? Als „Mischung aus Tatendrang und absoluter Ahnungslosigkeit“ beschreibt Redakteurin Kristin Doberer den naiven Idealismus, mit dem sich das Team Bootsbau der Redaktion an die Arbeit macht.
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Dann ist die Entscheidung gefallen: Eine Holzkonstruktion auf einem Traktorschlauch und diversen Kanistern soll es werden. Nun wird gebaut!

Waren manche der Teammitglieder anfangs noch skeptisch, so macht sich am Bautag schnell der Arbeitseifer bemerkbar. Erst werden reihenweise Holzleisten zurechtgesägt, dann passend miteinander verschraubt. Das fehlende handwerkliche Geschick, das manche bei sich selbst ausgemacht haben wollen, setzt sich nicht durch. Die absolute Ahnungslosigkeit tritt immer mehr in der Hintergrund. Nach langen Wochen der Diskussion tut sich endlich etwas und in wenigen Stunden nimmt das BKZ-Boot Gestalt an.

Ein weiteres Treffen gilt der Dekoration des schwimmenden Untersatzes, schließlich soll das Boot ja auch optisch etwas hermachen.
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Endlich ist unser Boot fertig. Es stellt einen schwimmenden kleinen Vorgarten dar; mit Campingstühlen, Kunstrasen und -blumen. Wenn da mal kein Urlaubsfeeling aufkommt!

Aber schwimmt es auch wirklich? Bieten Reifen und Kanister tatsächlich genug Auftrieb? Das möchten wir genau wissen und machen wenige Tage vor dem Event einen kleinen Testlauf in der Murr. Den Anfang machen Kristin Doberer und Lorena Greppo – und sind begeistert.

Das Ergebnis der intensiven Vorarbeit: ein wunderbar schwimmender Untersatz und viel Selbstverstrauen für die 36. Juze Murr-Regatta am 8. Juli 2023. Nur ein Bootsname muss noch her. Dafür ist  Redaktionsleiter Kornelius Fritz zuständig.
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Die Murr-Regatta

Rechtzeitig um 11 Uhr finden sich Boot und Crew am Start ein. Die Wiese in Oppenweiler-Zell, von der die Boote später ins Wasser gelassen werden, verströmt Festivalflair. Sonnenhüte, Bierdosen und Partymusik bestimmen die Szenerie. Unser Floß bekommt die Startnummer 46.
Wir sind gespannt und freuen uns. Gleich geht es los!
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Die BKZ-Crew lässt ihr Boot über die Rampe vorsichtig in die Murr gleiten, die Redaktion macht sich auf die Reise.

Mal ganz entspannt, mal mit viel Paddelleistung, mal schiebend, mal schwimmend folgen wir der Murr. Wir  kommen mit vielen Leuten ins Gespräch, alle helfen sich gegenseitig – das Unterwegssein macht richtig viel Spaß!

Doch wie für viele Boote bleibt auch für „Schwimmend BKZ“ eine Havarie nicht aus, die Crew folgt diszipliniert dem Motto „alle Mann von Bord“. Aber mal ehrlich: Nass zu werden gehört zur Murr-Regatta einfach dazu. Ganz trocken schafft es keiner durch die Ziellinie.


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Eine gesunde Rivalität pflegt die BKZ-Crew mit den „Murrgrafen“ um Oberbürgermeister Maximilian Friedrich, hatte dieser doch in seiner Eröffnungsrede zum Backnanger Straßenfest die eine oder andere Spitze gegen die „Zeitungsente“ fallen lassen.

Hinter dem Wehr am Willy-Brandt-Platz an der Tesat-Kurve kann das leichte BKZ-Boot gegenüber den schwereren „Murrgrafen“ noch einmal seine Trümpfe ausspielen: Die Redaktionscrew gibt alles und überholt das Boot der Stadt auf den letzten Metern. Das schier unglaubliche Ergebnis: Sowohl die „Murrgrafen“ als auch „Schwimmend BKZ“ erreichen nach exakt drei Stunden und 55 Minuten das Juze.
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Die Besatzung ist sich einig: Einen Sommertag kann man durchaus schlechter verbringen, als auf einem Boot die Murr entlang zu schippern!

Mit dem Ergebnis ist die Redaktion hochzufrieden – alle hatten sehr viel Spaß, niemand hat sich verletzt, sogar das Boot ist ganz geblieben. Zugleich haben wir einige Inspirationen für Verbesserungen gesammelt. Die nächste Murr-Regatta kann kommen.
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Credits

Fotos: Alexander Becher, privat

Redaktion: Carolin Aichholz, Kristin Doberer, Kornelius Fritz, Lorena Greppo, Melanie Maier, Kai Wieland
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